Der mit Neujahr und Vietnam

Sonntag, 25.01., 9:20 Uhr Xi’an-Zeit

nimen hao, ihr Lieben!

Bevor ich nachher gleich meinen Computer zu einer Freundin bringe, um ohne Sorgen über mögliche Wohnungseinbrüche in den Urlaub zu starten, wollte ich mich noch mal kurz bei euch melden. Hoffentlich geht es euch allen gut??

Hier ist alles okay, man ist (Pony Hütchen ausgenommen) in Silvesterstimmung. Es wird schon ordentlich geknallert überall, die meisten kleinen Läden und Lädchen sind geschlossen, einige schon seit ein paar Tagen, und die Menschen kaufen kaufen kaufen und scheinen generell beschäftigter als sonst. Das ist so ähnlich wie bei uns Weihnachten, wo auch alle ewig einkaufen und so. Nur das bei uns dann ja nicht geknallt wird. Manchmal isses ordentlich laut, aber die Dinger heißen ja auch nicht umsonst China-Böller. Manchmal ist aber auch ein Feuerwerk dabei, das ist dann nett. Das richtig große Neujahrs-Spektakel bekomme ich dann ja nicht mit, weil ich nämlich nachher nach Hanoi fliege. Bin sehr gespannt, aber freue mich auch, dass es überhaupt noch geklappt hat. Da gab es nämlich noch so einiges Hin und Her. Mein Pass mit dem Visum kam z.B. erst Freitag und ich hoffe einfach mal, dass meine Flugdokumente okay sind… Malsehen. Heute abend um kurz nach 10 lande ich, lasse mich abholen und Hotel ist auch schon klar. Das wird insgesamt ein bisschen teurer alles, in Anbetracht meines Gehalts, aber gut… Man kann sich ja mal was gönnen. Hoffe, ich kann mich gut erholen und komme mit allem da klar. So ganz alleine und ohne Vietnamesisch-Kenntnisse. Aber eure Pony Hütchen ist ja nicht auf den Kopf gefallen, also schauen wir mal. Großartige Pläne habe ich nicht, aber ich will nach HaLong Bay fahren und dort eine Tour mit dem Boot machen, 2 Tage, eine Nacht an Bord. Malsehen. :)
Nächsten Samtag komme ich abends zurück und Montag beginnt dann die Schule wieder, 14 Studenten, 6×5 oder 5×6 Stunden die Woche… Puh. Und danach dann der TestDaF-Vorbereitungskurs, bei dem die Studenten das Werbeversprechen bekommen haben, dass ich Experte sei… Gut, dass das so gaaaaar keinen Druck erzeugt… Nebenbei will ich eventuell noch einen Online-Kurs machen, um ein Zertifikat zu bekommen, weil ich so ja bis jetzt nur meinen Abschluss habe. Wird eine anstrengende Zeit, aber wenn die rum ist, kommen Mama und Papa schon zu Besuch. Juhu!

Ansonsten geht auch alles seinen Gang. Das Wochenende war ein bisschen ruhiger. Habe gepackt und ein bisschen Unterricht vorbereitet und gestern Abend waren wir essen. Dafür war’s am letzten Wochenende eher feuchtfröhlich, mit Sylvia, Liu Kang und Yang Yang. Das war sehr nett. Anfangs ein bisschen komisch, weil ein Herr ein bisschen abwesend war und weil beide die Pizza im italienischen Restaurant dann doch nicht so toll fanden, aber ein paar Vodkas später löste sich die Stimmung. :) War wirklich sehr schön und vielleicht das letzte Mal in dieser Konstellation… weil Sylvia ja bald weg geht. Doooof!

Gut, seid nicht böse, ich muss noch ein paar Sachen erledigen, melde mich dann aber nach Vietnam wieder. Bis bald, ihr Lieben!

Eure Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on Januar 25, 2009 at 12:00 Kommentare (2)

Der mit den Festen

Dienstag, 05.01., 18:20 Uhr Xi’an-Zeit

Hallo im neuen Jahr!

Schon mehr als 6 Monate „Pony Hütchen in China“… könnt ihr das glauben? Kinder, wie die Zeit vergeht! Die nächsten 6 Monate werden sicher auch interessant und spannend, aber vielleicht nicht ganz so lustig, weil meine liebe Sylvia nach dem Frühlingsfest einen Job in einer anderen Stadt anfängt. Also, das ist natürlich super für sie, denn sie wollte Englisch unterrichten, hat hier aber fast nur Deutsch unterrichtet und war wie wir alle nicht wirklich zufrieden. Sie hat aber, im Gegensatz zu eurem Frollein Hütchen, einen Arsch in der Hose und hat sich etwas Neues gesucht. Für das gewisse Frollein Hütchen ist das nun weniger schön, so ohne Sylvia, aber so ist das Leben und noch ist es ja auch nicht so weit. Zum Glück!

Aber gut, Schluss mit Sentimentalitäten und zurück zum Tagesgeschäft. Was ist in den Tagen seit meinem letzten Blog passiert. Ich war krank (glaub ich), und so oder so kränkel ich schon wieder ordentlich, mit Reizhusten und Schnupfen und so. Mein Wick MediNight ist alle, nun hab ich chinesischen Sirup, so dick und braun und fast so lecker wie Apfelrübensirup, den ich zuhause zum Backen nehme (und oh backen, wie ich das vermisse manchmal!). Malsehen, ob er hilft, so isses nämlich nicht so schön, weil ich ziemlich k.o. bin. Unterrichte jetzt auch wieder Intensiv-Kurs, das heißt 5 Stunden und das geht gesund natürlich besser als krank.
Was war sonst noch los? Am 23., Mamas Geburtstag, musste ich eine „Rede“ halten, vor 120 Studenten oder so. War nicht lang, nur so 15-20 Minuten, aber ich hatte vorher trotzdem ordentlich Muffensausen. Das war von der Schule aus organisiert, Werbung für die Schule eigentlich. Aber ich hab’s ganz gut gemacht, denke ich, jedenfalls kamen hinterher einige und fragten mich noch genauer aus und einer schob mir, als ich wieder auf meinem Platz saß, einen Zettel mit „Good job!“ zu. Das war dann aber schon mehr als alles, was ich von meinem Chef oder irgendeinem von der Schule gehört habe. Die sagten dazu einfach gar nichts und das fand ich eigentlich nicht sehr nett. Aber na ja.
Weihnachten und Silvester gab es zwischendurch ja auch noch, beides war nett, aber nicht wirklich weihnachtlich oder silvesterlich. Heiligabend hatte ich frei, hab also ein bisschen länger geschlafen, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ geguckt, ein bisschen sauber gemacht und dann mit Sylvia und Maria Mittag gegessen und danach noch Torte (die war aber nicht so der Hit, obwohl mein Stück von allen noch das beste war). Danach ging es wieder nach Hause und ich habe eine leckere Suppe für den Abend gekocht – Kokosnuss-Süßkartoffel-Suppe. Mmmmh! Das war echt der Hit eigentlich, auch wenn Eigenlob stinkt und so.
Den Abend haben wir dann bei Alexandra und Sylvia verbracht, mit Sylvias Mama und Schwester, Maria und Judith, einer Praktikantin hier. Es war gemütlich, aber halt nicht wirklich weihnachtlich. Geschenke gab es ein paar kleine von Alexandra und meiner Mitbewohnerin, obwohl wir gesagt hatten, dass wir uns nichts schenken, sondern stattdessen etwas schönes zusammen machen. Und größere Geschenke gab es auch, von zuhause, über die ich mich sehr gefreut habe. Alles in allem ein schöner Tag, aber halt ohne echte Weihnachtsstimmung. Und am nächsten Tag ging es auch schon wieder zurück zur Arbeit.
Silvester war ähnlich. Haben in der gleichen Konstellation, aber noch mit 2 Spanierinnen, die zu Besuch waren, und Herrn Chen (von dem nun geglaubt wird, dass er, wie auch der Chef, wohl eher Männern als Frauen zugetan ist… [my life is a soap opera!]) in einem Büffet-Restaurant gegessen. War ganz lecker, aber auch ein bisschen chaotisch, weil dort sooo viele Leute waren. Danach sind wir in eine Hotel-Bar mit Musik, wo wir schon manchmal waren. Salsa-Live-Musik, aber erstens ist Salsa nicht meins und zweitens war die Band auch noch superschlecht. Aber Techno oder so was in der Art und eins/zwei Getränke machten es erträglich. Mitternacht gab es einen kleinen Countdown und Konfetti, für uns alle in spanischer Tradition 12 Weintrauben, Wünsche für’s neue Jahr, nen Anruf aus Deutschland für mich gepaart mit ein paar sentimentalen Minuten und schon war Silvester vorbei und das neue Jahr hier…

Und sonst?
Hm, die Schule hatte einen Wettbewerb organisiert, so einen Englisch-Wettbewerb, der Provinzen-weit und dann in Beijing mit den Gewinnern aus jeder Provinz stattfindet. Ich hatte die Ehre (?), zweimal in der Jury zu sitzen, beim zweiten Mal mit der mehrmaligen Anweisung, doch bitte in formeller Kleidung zu erscheinen. Gesagt, getan, während die Assistentin des Chefs mit den gleichen Klamotten rumlief wie schon seit 3 Tagen. Nun ja. Alle mussten Reden halten, Fragen beantworten und „debattieren“ und wir mussten es bewerten. Mit Bleistift auf einem Zettel, der nach jeder Runde eingesammelt wurde, zum Auszählen. Allerdings nicht nur zum Auszählen, sondern auch zum Ausradieren!!! Assistentin vom Chef und noch eine von der Schule saßen zwei Plätze neben mir, also auch quasi vor den Augen der Teilnehmer, und radierten fröhlich hier und da die Punkte weg und schrieben etwas anderes hin. Ich bin fast explodiert, so sauer war ich!
Dank der Nachhilfe hat dann scheinbar auch der Richtige – und nicht der Beste!! – gewonnen, aber ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sauer ich war. Ich meine, es ist unfair uns gegenüber, die sich alles zwei Stunden lang anhören und bewerten, aber noch gemeiner ist es natürlich den Teilnehmern gegenüber. Aber die Assistentin meinte, sie wollte es ja auch nicht machen, sie musste es aber tun. Das ist wohl China. Bis ich mich an solchen Scheiß gewöhnt habe, wird es aber wohl noch eine Weile dauern.

Aber nun noch zum Abschluss zu etwas schönem – und nein, es betrifft keine Männer, das ist mir nicht vergönnt. Aber vielleicht lest ihr trotzdem weiter…
Am 1.1. hat eine Mitarbeiterin der Schule geheiratet und sie hat alle Lehrer eingeladen. Na, da war ich ja gespannt. Die erste Hochzeit meines Lebens und dann auch noch in China!
Kleiderordnung gab es nicht, wie immer könne man gehen, sagte die Assistentin (das tat sie auch, wie immer!). Wir hatten uns ein bisschen schicker gemacht und waren wie verabredet um 11 an der Schule, weil uns Autos zum Ort des Geschehens bringen sollten. Typisch Chinesisch gab es natürlich mehr Menschen als Autos, eine Sache, die ich auch nicht verstehen kann, und über die ich mich stundenlang aufregen könnte. Wenn ich weiß, wie viele Leute kommen, warum nicht ausreichend Autos organisieren???
Die Hochzeit fand dann in einem Restaurant in Süd-Xi’an statt. Das Brautpaar, sie in weiß, erwartete die Gäste zusammen mit den Trauzeugen am Eingang, wir wurden zu unseren Plätzen geschickt… ein großer Saal mit vielleicht 15 runden Tischen, 8-10 Leute pro Tisch, kleine Bühne. Ein Moderator= Animateur=Sänger führte durch das Programm. Das Paar marschierte ein, Reden wurden geredet (aber nicht so viele), die Braut bekam den Ring an den Finger gesteckt, die Eltern des Partners durften zum ersten Mal mit Mama oder Papa angesprochen werden und man bekam einen roten Umschlag mit Geld. Noch mehr Reden, Küsse, bei denen sich das Paar ein bisschen pikierte (früher wäre das wohl das erste Mal gewesen, dass sie sich küssen, aber heute ist es schon ein bisschen anders, ich glaube, die beiden haben sogar schon zusammen gewohnt). Rede des Chefs und alle Gäste der Schule durften dem Paar einen Glückwunsch-Satz auf Chinesisch sagen. Ein Spaß für die Zuhörer, für uns eher peinlich, aber na ja. Dann musste der Bräutigam seine Braut Huckepack aus dem Saal tragen, wir durften Mittagessen und das Paar kam einige Zeit später (sie in anderer Kleidung) zurück, der Mann stoß an jedem Tisch an, man wechselte ein paar Worte, der komische Animateur sang, noch einer sang und eine unserer Lehrerinnen sang auch (so eine aus Weißrussland, die nie bei irgendwelchen Geburtstagen dabei ist, weil wir alle Ausländer sind, sie aber gern Chinesin sein möchte, glauben wir. Dem Ziel ist sie nun um einiges näher gekommen, nachdem sie einen Chinesen geheiratet hat, den sie maximal 1 Monat kannte und der auch noch mindestens 3 Jahre jünger ist als sie. Der arme Junge. Vorher hatte sie einen Freund, auch Chinese, der aber auch noch verheiratet war, allerdings nicht mit ihr… den verließ sie, als er sich dann doch nicht scheiden lassen wollte und schwuppsdiwupps einen Monat später ist sie verheiratet…). Die sang jedenfalls auch, auf Chinesisch natürlich und einmal musste ihr armer Mann sogar mit. Ich sag armer Mann, weil der garantiert nichts zu sagen hat zuhause. Bloggen ist ja nur schriftlich und da kann ich sie nicht imitieren, aber die Frau hat echt einen Schaden. Wie noch so einige andere hier… zum Beispiel eine olle Deutsche, die 43 oder so ist, aber eine Turnhose hat, auf der auf’m Arsch „juicy“ steht… nicht sehr passend. Die konnte am 31. auch nicht zu einem Workshop kommen, den die zwei spanischen Besucherinnen angeboten haben, denn am 31. macht sie immer einen Spaziergang und das musste also dann auch sein. AAAArgh! Echt!

Aber gut. Hochzeit war jedenfalls schön und sonst geht es mir auch ganz gut, abgesehen von der Krankheit und einem an- und ausgehenden Internet.
Bald habe ich eine Woche Ferien, wie es aussieht, fliege ich nach Vietnam. Zwar alleine, aber sicher wird es toll.
So, genug für heute, eure Augen sind sicher auch schon müde.

Bis bald, ihr Lieben!
Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on Januar 7, 2009 at 12:50 Kommentare (2)

Der mit Herrn Chen

Dienstag, 17.12., 23:35 Uhr Xi’an-Zeit

Na,
wenn der Titel nun nicht für ein bisschen aktivere Leserei sorgt, dann weiß ich auch nicht. In Riga klappte das doch immer – mit so einem Typen namens Herr M.

Aaaalso. Das wichtigste vorneweg. Weil Pony Hütchen einen kleinen Schaden hat und außerdem auch viiiiiel zu viele Schnulzen geguckt hat, ist sie vielleicht etwas fröhlicher als in dieser Situation eigentlich angebracht. Aber nun ja, ihr seid gewarnt!
Auf der Arbeit [die eigentlich mal wieder einen eigenen Eintrag verdient] gibt es seit ein paar Tagen einen neuen Mitarbeiter… Aber da hier niemand wirklich offiziell vorgestellt oder verabschiedet wird, dauerte es ein bisschen, bis klar war, dass er nun wohl also tatsächlich hier arbeitet. Naja. Jedenfalls haben Pony und er sich jetzt ein paar Mal ein bisschen unterhalten. Er spricht Deutsch, weil er es mit dem Chef zusammen gelernt hat und so und er scheint auch sehr nett. Lange Rede, kurzer Sinn. Gestern abend hat Frollein Hütchen ihm eine E-Mail geschickt, ob er Lust hat, irgendwo mit ihr Mittag zu essen, falls er nicht in der Schule isst. Pony hat auch versucht, sich einzureden, dass das keine große Sache ist, weil sie ja auch mit anderen Leuten der Schule mal irgendwo isst oder so, aber eigentlich war es schon ein bisschen eine mittelgroße Sache. Wie es für sie aber vorherbestimmt zu sein scheint, klappte das natürlich nicht. Es kam keine Antwort und bei einer kurzen Begegnung fand die E-Mail auch keine Erwähnung. Gewohnheitsbedingt versuchte Pony, sich darüber nicht zuuuu viele Gedanken zu machen und es als einen weiteren missglückten Versuch zu den Akten zu legen. [Darin ist sie übrigens sehr gut… Pakete packen und so. Aber naja.]
Nicht wenig erstaunt war Frollein Hütchen nun, als sie gerade von einem Geburtstagsessen zurück kam und folgende E-Mail las:

„Liebe Juliane,

zuerst entschuldige ich mich sehr bei dir fuer die verspaetete Antwort. Leider habe ich meine E-mail nicht rechtzeitig gechekt.

Vielen Dank fuer deine Einladung. Es ist toll, dass ich mit dir woanders zusammen essen. Ich wuerde mich mit dir verabreden, morgen mittag oder abend zu essen, wenn du Zeit haettest. Ich freue mich sehr darauf.

Schoenen Abend!

Chen Jun“

:)
Bleibt es spannend?

Liebe Grüße von einer sich freuenden
Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on Dezember 17, 2008 at 6:04 Kommentare (2)

Der mit dem Salat

Dienstag, 09.12., 13:25 Uhr Xi’an-Zeit

Hallöchen Popöchen!

haha, entschuldigung.
Wie geht es euch? Liest eigentlich noch jemand hier oder ist bei euch allen der Weihnachtsstress ausgebrochen?
Hier ist alles okay, muss gleich meinen Unterricht für nachher vorbereiten, aber wollte euch vorher noch von gestern erzählen…
War mit Sylvia shoppen. Wollten eigentlich warme Schuhe kaufen und Winterjacken. Ich hab nun warme Schuhe, solange es nicht schneit oder regnet. Und sie sind auch ein bisschen speziell. Wie nennt man solche Einkäufe nun gleich wieder? Spontan und hinterher ist man sich dann doch nicht mehr so sicher? Hm, na ja…
Waren in so einem Markt, und wir haben uns alle 3 Minuten gefragt, warum wir nicht schon viiiel früher mal da waren. Shoppen kann man da ganz wunderbar. Besonders wenn man chinesisch schlank ist. Ich probierte auch mal einen Pullover an, in dem ich dann aussah wie ne Bockwurst oder was auch immer, thank you very much. Nein nein, größer hätten sie den nicht, das seien alles Einheitsgrößen. Supi!
Weil wir auch keine warmen Jacken gefunden haben, sind wir noch in so einen Laden, ähnlich wie H&M wohl. Allerdings hat man bei H&M auch Größe 46 im Angebot. Hier, im Gegenteil, gibt es solche Größen gar nicht erst. Sie benutzen Größen wie 170, was wohl der Körpergröße entsprechen soll oder so, ähnlich wie bei Kindergrößen. Wunderbar… da gab es zwischen der rechten Reißverschlussseite und der linken Reißverschlussseite auch „nur“ 5 cm Platz… Zumachen unmöglich…
Da haben wir also den Salat!

Ich liebe shoppen! :(

Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on Dezember 11, 2008 at 12:37 Kommentare (2)

Der mit dem Nikolaus

Samstag, 06.12., 23:25 Uhr Xi’an-Zeit

Hallo und einen schönen Nikolaus für euch!

Meiner war dann noch echt schön, es gab nämlich eine lang ersehnte und schon verloren geglaubte Überraschung. Das Weihnachts-Paket von zuhause ist angekommen. Hab ich mich gefreut! Das könnt ihr euch nicht vorstellen!! Nach kurzem Anruf zuhause durfte ich es sogar schon aufmachen und ein paar Kleinigkeiten herausnehmen… Süßigkeiten für unseren Nikolausabend. Mmmmh!! Die Geschenke sind alle noch schön verpackt und stehen nun unter meinem Bett.

Gut, dass ich nachgeguckt hab, sonst hätte ich Weihnachten vielleicht noch vor allen losgeheult. So hab ich’s nun hoffentlich hinter mir. Aber psst!

Hatte dann mit echten Oblaten-Lebkuchen, Mandarinen, Nüssen, Eierkuchen mit heißen Zimtapfelstücken, After Eight-Weihnachtsmännern und heißer Schweizer Schokolade einen sehr gemütlichen Abend mit meinen beiden Mädels.

DAAAAANKE nach Hause!!

Bilder gibt es wie immer im Fotoalbum: http://picasaweb.google.de/PonyHuetchenInChina (Woche 24)

Bis bald. Eure Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on Dezember 7, 2008 at 7:46 Kommentare (1)

Der mit Thanksgiving

Freitag, 28.11., 10:55 Uhr Xi’an-Zeit

 

Guten Morgen, ihr Lieben!

 

Weil gestern in einer meiner vielen zweiten Heimaten Thanksgiving war, wollt ich mich mal kurz anschließen und ein bisschen dankbar sein,

  • für eine tolle Familie, die aus fleißigen Briefeschreibern, Anrufern und Chattern besteht und die ich vermisse,
  • für super Freunde hier, mit denen man stundenlang im Café sitzen und die chinesische „Cosmpolitan“ nach „heißen Frauen“ durchforsten und über zu lange oder zu kurze Unterarme diskutieren kann,
  • für Freunde zuhause,
  • für die Möglichkeit, reisen zu können und so neue Kulturen, Menschen, Sprachen kennenzulernen,
  • für Gesundheit,
  • für Mut und Durchsetzungswillen (kann man dafür dankbar sein? naja, ich bin dankbar, dass ich’s manchmal hab),
  • für Sonnenstrahlen im Winter,
  • und sicher noch für einiges mehr, aber das ist doch das wichtigste.

 

Es geht mir gut hier. Kann man dann einfach doch nicht anders sagen. Auch wenn die Schule wirklich nervt, manchmal. Nicht die Arbeit, aber das Drumherum. Zum Beispiel die fehlende Wärme in den Klassenzimmern, verbunden mit dem Argument, man müsse doch Geld sparen. Und dabei werden 2 neue Lehrer kommen, im Januar, von denen eigentlich keiner von uns Ahnungslosen so genau weiß, wen die unterrichten sollen. Aber ich beiß einfach meist meine Zähne zusammen, halte mich ein bisschen aus Diskussionen raus und schlucke so lange alles runter, bis sich genug angesammelt hat. Das resultierte beim letzten Mal in einer doch etwas verbitterten E-Mail an unseren Director of Studies, der manchmal mit uns redet bzw. e-mailt, als wäre er ein Drill-Instructor der U.S. Army und wir kleine Soldaten. Mir wurde für meine klaren Worte gedankt, aber Einsicht gab es von seiner Seite leider trotzdem nicht.

Der Besuch aus Kanada war auch okay, aber keiner glaubt daran, dass sich nun großartig etwas ändern wird… Aber er hat uns Lehrer gelobt. Immerhin. Das freut mich dann schon.

 

Jetzt hab ich nachher gleich Unterricht, von 13 bis 18:40, zwischendurch aber ein bisschen Pause und heute abend wollen wir DVD gucken. Vielleicht „Mamma Mia“ mit Colin Firth und Pierce Brosnan. Und ich mach vielleicht ne Nudelpfanne. Malsehen. Morgen und übermorgen arbeite ich auch, aber meine Wochenenden sind nicht mehr so vollgepackt im Moment, so dass ich vielleicht mal wieder zum Sport gehen will. Und Chinesisch lernen. Ich sag euch… SCHWER!!!

 

Seid lieb gegrüßt. Und noch mal sorry nach Hause wegen dem Hin und Her mit dem Weihnachtspaket aus China!

 

Bis bald. Eure Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on November 28, 2008 at 5:20 Kommentare (1)

Der mit dem Auftrag von ganz oben

Freitag, 21.11., 22:30 Uhr Xi’an-Zeit

 

Nimen hao!

 

Hab gerade Auftrag von ganz oben erhalten, doch mal wieder zu bloggen. Direkt aus Schwerin, wo – nebenbei bemerkt – auch die fleißigsten und kreativsten Schreiber zu wohnen scheinen.

 

Dabei hab ich gar nicht sooo viel zu erzählen. Das wichtigste zuerst: Unsere Heizung funktioniert endlich. Ich schlaf nun immer ohne Decke, anstatt mit zweien und dickem Schlafanzug und der Temperaturunterschied beträgt gefühlte 25°C zwischen drinnen und draußen. Außer, die Heizung stellt sich mal wieder ab, weil wir, was öfter mal vorkommt kein Wasser haben. Das mit dem Wasser liege daran, dass wir ganz oben wohnen, wurde uns erklärt… wer weiß. Wenn nun die Heizung also aus ist, weiß Pony Hütchen, ganz Handwerkerin, sich nun inzwischen selbst zu helfen: Sie klettert auf das Fensterbrett aus Holz im Wohnzimmer (malsehen, wie lange das noch durchhält… trotz Pilates und so) und reckt und streckt sich, um an ein Loch in der Wand zu kommen, wo man das Heizungsrohr erreichen kann… dort dreht sie an einem kleinen Rad und lässt so lange Luft aus dem Rohr, bis Wasser kommt. Sieht alles sehr elegant aus, inklusive wackliger Knie und schrägem Kopf, weil der hochkant nicht unter die Zimmerdecke passt… Aber immerhin ist es dann wieder warm.

Nicht so in den Klassenräumen. Da bin ich heute fast verrückt geworden. Zwar haben wir Heizungen, aber die müssen per Kohle beheizt werden, was nachts natürlich niemand macht und manchmal auch nicht am Nachmittag. Das heißt, die Räume kühlen immer wieder aus, auf Hochtouren läuft die Heizung, aber wir und auch unsere Studenten sollen doch bitte mehr Kleidung anziehen. Klaro, macht ja auch Spaß zu unterrichten, wenn du dich wegen dreilagiger Kleidung wie ne Presswurst fühlst. Bei manchen Sachen kann man echt nur den Kopf schütteln!

Genauso wie bei den Last Minute-Aktionen wegen des hohen Besuchs, der über’s Wochenende hier ist. Ein Typ von der Weltorganisation kommt und guckt, ob wir noch gut genug sind, um Teil der Organisation zu sein, zu der die Schule gehört. Da wird gewischt, gewienert, dekoriert was das Zeug hält. Wir haben über’s Wochenende kurze Gespräche mit ihm und er observiert uns (oder hospitiert) und unser Obermacker [nicht der Chef, aber der director of studies] denkt ja, dass sich dadurch wunder was ändern wird, aber ich bezweifel es. Sorry, dass ich den Obermacker nenne, aber hat er manchmal eine Art an sich, die sich eigentlich echt nicht gehört. Aber gut… Nette Kollegen hab ich noch, jedenfalls einige. Einer hat allerdings zu nächstem Monat schon gekündigt, weil er was anderes gefunden hat…

Aber der Unterricht macht mir jedenfalls noch Spaß und das ist wohl auch die Hauptsache. Mein Stundenplan hat sich allerdings ziemlich verändert, einige Studenten machen Pause und deshalb hab ich nun einen Unterricht mit zwei Jungs dreimal die Woche und ansonsten noch 5x in der Woche Einzelunterricht, allerdings mit 3 verschiedenen Leuten. Und dann noch die Kinder. Die musste ich neulich mal richtig anschreien, da haben sie dann kurz völlig erstaunt geguckt, aber sehr lange vorgehalten hat es nicht… Aber Spaß macht es und deshalb ist das Drumherum auch zu ertragen.

 

Was gibt es sonst noch neues??

Hm, ich gehe mehr oder weniger fleißig zum Sport, auch zum Pilates, aber das ist gar nicht so einfach. Macht Spaß und ich freue mich auch immer, wenn mein Lehrer mal vorbeikommt, mir das Bein richtet oder meinen Po zusammenkneift und dann „Sehr gut“ sagt, aber alles andere verstehe ich leider nicht. Also muss ich mal sehen, wie ich an ein Buch komme. Sylvia bekommt Ende Dezember Besuch aus der Schweiz, vielleicht können die eins mitbringen, damit ich weiß, wann ich nun meinen Bauchnabel zur Wirbelsäule saugen soll und wann nicht.

Die Damen im Fitness… ich weiß nicht, wie viele Einträge es dazu noch geben wird, aber sie sind wirklich einfach unglaublich oder ich habe eine völlig falsche Einstellung zu meinem Körper… Neulich such ich mein Zeug zusammen [MP3-Player, Wasser, richtige Socke etc.] und eine wollte eventuell vorbei oder an den Schrank neben mir oder so. Splitterfasernackt, ein Handtuch ward nirgends gesehen. Nun stand sie da, sagte nichts, machte keine Anstalten, sondern unterhielt sich mit ihrer angezogenen Freundin, die sich nach einer Weile hinsetzte. Nun war sie quasi auf Augenhöhe, wenn ihr wisst was ich meine… Und ich machte Anstalten, dass ich auf mein Laufband kam. Hab ich nen Schaden oder die Chinesinnen?

 

Bis bald. Eure Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on November 21, 2008 at 4:56 Kommentar schreiben

Der mit dem Vorsitzenden

Samstag, 1.11., 23:45Uhr Xi’an-Zeit

 

Nimen hao!

 

Herzlichen Glückwunsch erstmal zum 4-monatigen Geburtstag von „Pony Hütchen + China“ … So lange bin ich nämlich schon hier. Könnt ihr es glauben? Ich eigentlich nicht. Die Zeit ist vergangen wie im Flug, finde ich. Und so geht es sicher auch weiter, speziell möchte ich diesen Wunsch aussprechen für die verbleibenden Tage bis zum 15. November, denn im Moment fühle ich mich nicht, als würde ich in China wohnen sondern am Nordpol [auch wenn der nicht mehr das ist, was er mal war…]. Es ist so kalt hier in der Wohnung. Sitze mit dickem Schlafanzug, dicken Socken, Bettdecke und Computer auf dem Schoß im Bett und habe kaaalte Hände. Die Wohnung ist echt schweinekalt eigentlich, die Fenster sind eher zugig als zu und es ist nicht schön! So viel Tee wie im Moment hab ich in meinem ganzen Leben nicht getrunken. Grund der Kälte: Die Heizungen werden erst am 15.11. angestellt. Das ist und bleibt so, Klimawandel hin oder her. Und bis dahin erfriere ich ein bisschen. Und es ist nicht nur in der Wohnung kalt… ÜBERALL. Ich mein, allgemein isses draußen im Moment wärmer als drinnen, aber selbst im Café oder Restaurant sind Heizungen Pustekuchen. Bibber!

Und bevor die Heizungen dann endlich angestellt werden [und es dann so warm ist, dass man möglicherweise mit Fenster offen schlafen muss, wurde mir gesagt], wird hier scheinbar zwei Tage lang das Wasser abgestellt, damit alles reguliert werden kann oder so. Glaubt ihr das??

 

Spätestens an diesen zwei Tagen wird es dann wohl Zeit, mich zu den nackigen Chinesinnen zu gesellen. Sagt mir, wenn ich da komisch bin, aber Mann! Jedes Mal, wenn ich im Fitnessstudio [übrigens tatsächlich immer ohne Seven, dafür neulich mit Chang Hui oder so] bin, sehe ich im Durchschnitt 5 nackte Chinesinnen. Ich räum meinen Kram schon immer schnell in den Schrank, aber das hilft nichts. Die gehen und stehen, wohin man schaut. Also fast… und Pony schaut betreten zu Boden, wenn wieder mal eine Chinesin splitterfasernackt 3 Minuten vor’m Spiegel schaut und guckt, ob noch alles dran ist [oder was weiß ich…]. Aber echt! Also, ich mein, komisch hin oder her… wenn ich an einem öffentlichen Ort dusche, nehme ich doch ein Handtuch, in das ich mich vielleicht auf dem Weg von der Dusche zu meinem Schrank einhüllen kann, oder das ich mir zumindest irgendwo vorhalten kann oder so. Nicht so die Chinesinnen. Bei denen ist weit und breit kein Handtuch zu sehen. Es kann maximal die Größe eines größeren Waschlappens haben, weil es zusammen mit Duschutensilien in so ein kleines Körbchen passt, mit dem man dann (ohne Handtuch um!!!) in der Umkleide spazieren geht…

Also ich weiß nicht!!

Sollte ich mich gegen das Duschen mit den Fitnessdamen entscheiden, könnte ich an den zwei Tagen auch zu einer öffentlichen Dusche gehen, die hier scheinbar doch so einige in Anspruch nehmen, weil sie kein Bad oder zumindest keine Dusche/Badewanne haben. Oder ich stinke vor mich hin.

Bin noch dabei, Vor- und Nachteile abzuwägen und melde mich dann mit dem Ergebnis wieder.

 

Trotz Friererei und nackten Damen geht es mir aber gut. Hatte viel zu tun die letzten Tage, aber nun wird es ein bisschen ruhiger. Einige meiner Studenten hatten heute TestDaF, mit dem sie sich für deutsche Unis bewerben können und da hatte ich in der Schule die letzten drei Wochen ein One to One 5×2 Stunden in der Woche und dann noch mindestens zweimal in der Woche ein privates Treffen mit einem Freund von mir, der auch mal an der Schule war und heute auch den Test hatte. Dem hab ich auch versucht zu helfen, und das alles hat schon ganz schön Energie und Zeit gekostet. Aber mit ihm war es zumindest meist sehr lustig… zum Beispiel, als er „Ich drück dir die Dame“ verstanden hat anstatt „Ich drück dir die Daumen“. Oder als er „Du kleine Elfe!“ schrieb, als er merkte, dass ich unsichtbar bei Skype angemeldet bin. Und dabei bin ich doch tausende von Meilen entfernt davon, eine Elfe zu sein. Hihi.

Jedenfalls hier mal noch der Bezug zum Titel, der hat nämlich auch mit ihm zu tun. Waren gestern nach unserem letzten Treffen essen in einem Restaurant, in dem ich auch vorher schon ein paar Mal war. Er hat bestellt, leckere Sachen, weil ich die Karte ja eh nicht lesen kann, und ein Gericht erklärte er mir folgendermaßen: „Das ist das Lieblingsessen vom Vorsitzenden Mao.“

Ich hab mich ehrlich gesagt fast weggeschmissen… Vorsitzender Mao. Das sagt der so. Im passenden Restaurant waren wir, es gibt so einige große Bilder/Poster von ihm dort (siehe auch Fotos aus Woche 13, „Finde den Vorsitzenden“). Guten Geschmack hat er jedenfalls, der Vorsitzende… Hihi.

 

Nun muss ich ins Bett, wird höchste Zeit, morgen muss ich wieder früh zur Arbeit. Dabei wollte ich euch noch von einigen Dingen erzählen, aber das dann vielleicht morgen oder demnächst… der Urlaub ist auch noch nicht fertig abgearbeitet. Entschuldigt. Neue Fotos gibt es dafür aber. „Woche 14“ mit einem Tempel hier in Xi’an und dem Taibai Shan, bei dem ich mit Sylvia Anfang Oktober war…davon muss ich auch noch berichten… und ein neuer Ordner… „Mama huhu“ heißt eigentlich „so lala“, aber ich find das Wort lustig und so lala Sachen sind da auch drin. ;)

 

Bis bald. Eure Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on November 1, 2008 at 6:13 Kommentare (2)

Der mit den zwei W’s: Western Day und Witz

Dienstag, 21.10., 13:45Uhr Xi’an-Zeit

 

Nimen hao!

 

Ich will mich mal wieder bei euch melden, und weil es grad ein bisschen Luft gibt (quasi zum Atmen, hatte die letzten zwei Wochen doch ziemlich viel Arbeit und auch wenn es schon ein bisschen weniger geworden ist, kann ich mich über Langeweile doch nicht beklagen…)

Also, so oder so… ein Blog für euch, während ich gerade einen Spritzgebäck-Keks genieße. Diese runden Kekse mit Loch drin, ihr wisst schon, was ich meine… Gestern war nämlich unser „Western Day“, an dem wir in der Metro waren und so einiges an Geld ausgegeben haben (außer Käse, ne Art Cornflakes und besagter Kekse sind für mich aber keine speziell westlichen Produkte im Einkaufskorb gewesen). Dank der Metro liegt aber nun auch grad eine Wärmflasche bei mir auf’m Schoß, die zwar nie im Leben so schön ist wie meine von Mama, aber sie macht doch ihren Job ganz gut. Außerdem konnte ich mir gestern endlich eine Waage kaufen. Danach war ich ja eh schon länger auf der Suche, um zu sehen, was der ganze Reis nach meiner Atkins-Zeit angerichtet hat. Aber wie es aussieht – nichts! Juhu. Außerdem brauch ich die Waage ja auch, um meine Erfolge im Sport zu überprüfen [Sport findet nun aber scheinbar tatsächlich ohne Seven statt, er war wohl nur Köder]. Sport kam letzte Woche ein bisschen kurz. Letzten Montag ging ich hin, in der Annahme, dass es eine Pilates-Klasse geben würde, aber dem war nicht so. Belly Dance war angesagt.

Ich betonte 3x, dass ich das doch gar nicht könne, aber die Trainerin, die halt auch Pilates macht, gab mir zu verstehen, ich solle es doch mal versuchen:

„[…hier viiiele Chinesische Wörter einsetzen…] TRY […hier Chinesische Wörter einsetzen…]“

Also gut, dachte ich… Aber das lass ich dann vielleicht doch einfach bleiben. Wenn man sich nicht so fühlt, kann man auch nicht sexy mit dem Bauch hin- und herkreisen und dann vielleicht noch die Hände elegant über dem Kopf rumwurschteln oder die Hüften links und rechts rausschießen lassen… Aber gut, ich habe es versucht. :) Die Trainerin meinte hinterher:

„[…hier Chinesische Wörter einsetzen…] FEELING [… Chinesische Wörter einsetzen…]“

Bleibt nur die Frage: Hab ich Feeling? Oder doch nicht? Oder braucht man es, so ganz allgemein? Hm?!

Gestern war ich wieder, aber nur auf’m Laufband und so’nem anderen Teil, aber es macht schon Spaß.

 

Damit das mit dem Bauchtanz bald besser klappt, war ich letzten Freitag wieder beim Frisör. Vor zwei Wochen war ich ja schon mal, mit der Hilfe der einen von der Arbeit hat es auch super geklappt. Sie haben ein bisschen was abgeschnippelt und so eine Wunder-Zauber-Paste in meinen Pony getan, damit er nun immer glatt bleibt. Und das tut er auch tatsächlich. Nun war ich Freitag, um noch mehr der magischen Paste zu bekommen, für den Rest meiner Haare. Die sind auch nach 2x waschen immer noch aalglatt und ich bin begeistert. Und wer mich kennt, weiß, dass das mit mir und den Haaren gar nicht so einfach ist… wa, Kati?! Ist auch immer sehr nett beim Frisör. Erstens gibt es da SCHÖN was zu gucken – wenn ihr versteht was ich meine – und zweitens ist das nett, wenn sich so lange jemand um einen kümmert und man nicht an die Arbeit oder ähnliches denken muss. Mit der Kommunikation isses immer ein bisschen schwierig, aber wenn es Not täte, würde ich bald wieder hingehen. hihi.
Die Wundermittel-Anwendung dauerte jedenfalls ungelogen von ca. 2 Uhr bis kurz vor 6. Paste rein, mit Wärme einwirken lassen, öfter mal kontrollieren lassen. Auswaschen, fönen, mit Glätteisen glätten [das arme Mädel, dass das machen musste… dauerte ewig], Kur-Mittel rein, wirken lassen, waschen, fönen und bei Bedarf an manchen Stellen noch mal glätten. Das war ein Erlebnis. ;)

 

Was gibt es sonst so zu berichten?

  • Wie immer Stress und Sorgen auf der Arbeit, aber der Chef ist nun erstmal 3 Wochen in Deutschland…
  • chinesische Jungs und Männer tragen ihren Frauen die Handtaschen
  • Frauen scheinen hier grundsätzlich eher zickig zu sein, so in Beziehungen, scheint mir (aber das ist nur meine Meinung aus der Beobachter-Position)
  • wir haben einen neuen süüüüßen Hund in der Schule, ein Baby-Hund
  • der vorher war oll, alt, hatte eine ekliges Auge, schnaufte immer, weil seine Nase so eingedrückt war und war auf einmal verschwunden und tauchte trotz Suchplakaten nicht wieder auf
  • wurde neulich von einer Studentin und ihrem Freund zum Essen eingeladen… aber wie es mir hinterher dämmerte, eventuell nur, um mir einen Arzt vorzustellen, der scheinbar Wunder vollbringen kann, wenn es ums Abnehmen geht… aber ich solle doch bitte nicht böse sein, dass sie mir das vorschlagen und mir empfehlen, es doch mal auszuprobieren… schon ein bisschen dreist, oder?

 

Gut, ich glaube, das war es jetzt erstmal. Muss noch ein bisschen Unterricht für später vorbereiten und für morgen und dann vielleicht noch Chinesisch lernen oder Fitness. Malsehen.

 

Ah, aber noch eins: ein Witz, den mir meine Tante neulich in einem Brief (!!! macht es so wie sie!! also, mit dem Brief, meine ich. Witz muss nicht, kann aber) geschickt hat:

 

Zwei Zahnstocher gehen im Wald spazieren. Da läuft ihnen ein Igel über den Weg. Sagt der eine Zahnstocher: „Du, ich wusste gar nicht, dass hier auch Busse fahren.“

 

Also, ich hab schallend gelacht, mitten im Lehrerzimmer.

In diesem Sinne…

 

Bis bald. Eure Pony Hütchen

Veröffentlicht in: on Oktober 21, 2008 at 5:22 Kommentare (4)

Der mit ohne Seven

Mittwoch, 08.10., 10:50Uhr Xi’an-Zeit

 

Nimen hao!

 

Nun war gestern der „große“ Tag gekommen, um 17:30 Uhr sollte ich wieder zu den Geräten gehen und nach Seven fragen. Gesehen hab ich ihn auch, aber dann war leider auf einmal doch Sunny für mich zuständig… englische Namen haben die hier manchmal… zum Totlachen. Nun ja, Sunny kann ein bisschen mehr Englisch und ist halt ein Mädchen und das ist wohl einfach besser [in den schmalen Augen der Chinesen zumindest wohl].

Vor Seven hätte ich mich dann doch auch bloß blamiert. Mein Outfit war der Situation zwar gut angepasst, mein Körper aber nicht so. ;) Das hab ich gemerkt, als ich im Pilates-Kurs war, den ich zum größten Teil zuguckend verbracht habe. Ich hab nämlich keine Bauchmuskeln und das meiste andere tat auch weh. Also hab ich geschummelt.

 

Trotzdem bin ich nun seit gestern Mitglied im Fitness-Studio. Für 6 Monate. Mit oder ohne Seven.

 

Bis bald. Eure Pony Hütchen

 

 

PS: Nackige Chinesinnen hab ich nun eigentlich schon genug für die nächsten paar Monate gesehen, aber das bleibt im Umkleideraum wohl auch nicht aus.

 

 

Veröffentlicht in: on Oktober 8, 2008 at 6:55 Kommentare (1)