Der mit dem großen Mädchen

Mittwoch, 08.07., 10:46 Uhr Xi’an-Zeit

Hallo ihr Lieben.

Ich entschuldige mich schon mal im Voraus für eventuell miesepetrige Stimmung – schon wieder, ich weiß… Ich freu mich auf euch zuhause, wirklich! Versteht also das Gejammer nicht falsch.

Aber ein Jahr ist halt ein Jahr.
Mit tausenden von Eindrücken, Gedanken, Gefühlen, vielen tollen Orten, Erlebnissen, Erfahrungen, nicht so schönen Sachen, Menschen, die ich am liebsten in den Koffer stecken und mitbringen möchte oder mit denen ich schnell nach Las Vegas fliegen müsste und so.
Und nun ist Abschied und das ist, wenn ich mal ne Minute hab und drüber nachdenk, nicht so toll. Ich bin immer gut beschäftigt, auf Fragen, wie’s mir denn so geht, gibt es eigentlich fast schon eine Standardantwort, die je nach Person variiert zwischen „Halb und Halb“ für zuhause und „Gut“ für LK (mit einem Gedankenzusatz der ungefähr so aussieht: „…aber eigentlich will ich nicht weg oder du musst mit und außerdem musst du es doch nun mal endlich gecheckt haben…“)
Aber ‚Zähne zusammenbeißen und durch’ ist wohl oder übel die Devise. Oder trinken. Wie gestern abend… das war wieder eine Nacht. Details gibt’s keine, aber immerhin war ich diesmal nicht so betrunken, dass ich heulend irgendwo rumgehangen hab. Das ist definitiv eine Verbesserung zum letzten Ausflug ins Tanzetablissement.

Was steht noch an? Sachen noch zusammenpacken, gleich mit dem doofen Chef Mittagessen und Geld etc. abholen (zum Essen schlepp ich noch jemanden mit, glaub ich, will nicht allein mit dem gehen), eigentlich wohl auch noch Geld tauschen und noch was einkaufen, aber passenderweise regnet es heute. Morgen mit den Jungs Mittagessen und dann ist irgendwann am Nachmittag mein Flug nach Beijing… Ich will ich will ich will nicht nicht nicht. Also, doch, schon auch. Ach menno. Alles ein bisschen doof. Aber sagt am besten nichts.

Was gibt es noch neues? Vielleicht was positives zur Abwechslung und nicht so’n Rumgeheule? Hm… Urlaub war suuuuper, aber wer die Nachrichten verfolgt hat, wird gemerkt haben, dass Pony quasi grad noch rechtzeitig wieder zurück war. Aber es war soooo schön da. Eine komplett andere Welt. Und mit den Mädels lief es auch gut. Bin froh, dass ich noch mal gen Westen gereist bin.
Morgen abend hab ich vielleicht ein Interview mit Prag, als Englischlehrer. Das wäre ja auch noch was. Moskau muss ich nachher noch mal schreiben, China meldet sich nicht.

Jetzt mach ich mal Schluss und erspare euch weitere Gefühlsduseleien… Was ihr in einem Jahr alles über Pony gelernt habt… hättet ihr am Anfang nicht gedacht, hm? Ich auch nicht.
Ich halt’s nun mal mit Fergie: „It’s time to be a big girl now and big girls don’t cry…”

Bis bald. Nun wirklich.

Eure Pony H.

Veröffentlicht in: on Juli 8, 2009 at 3:34 Kommentar schreiben

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